Sonntag, 31. Mai 2015

Von Auslachern und Losern.

Letzens war ich in einer Vorlesung im Bereich Wirtschaftsinformatik. Das Thema: der revidierte Simplex. Geschlechterverteilung: 20 % Mädels, der Rest Jungs. Und wenn ich der Rest schreibe, dann meine ich Rest. Ja okay, einige sind dabei, die sind korrekt drauf. Aber manche? Bäh. Das hört sich gemein an und ich erkläre euch, warum ich das so sage:

Ich habe einen Zwischenschritt nicht verstanden, zeige auf und der Tutor nimmt mich ran. Ich stelle meine Frage: „Kannst du das bitte ganz kurz sagen, wie du auf das Zwischenergebnis kommst? Also nur sagen, nicht anschreiben!“. (Fehler auf meiner Seite: Warum nur kurz sagen? Er soll es so sagen, dass es alle verstehen. Da er aber vorher schon meinte, es sei so trivial, dass er es nicht aufschreiben möchte, habe ich so gefragt.) Joa und dann: 50% der „Rest“-Typen LACHEN MICH AUS. Ich denke: Was geht hier ab? Bin ich im Kindergarten, in der Grundschule? Was hier los?
Und dann fällt mir auf: In meinem ganzen Leben wurde ich nicht ausgelacht. Nicht im Kindergarten. Nicht in der Grundschule. Auch nicht sonst wo. Aber in der Uni. Da wurde ich ausgelacht.

Was bedeutet es für mich, ausgelacht zu werden?
Nichts. Ja, okay. Würde es mich nicht tangieren, würde ich es hier nicht thematisieren. Aber ich meine so im Hinblick auf mein Selbstwertgefühl. Nein, die Reaktion dieser Typen macht absolut nix mit mir. Ich ärgere mich darüber. Aber mit meiner Basis, mit dem was ich bin und wie ich in Zukunft sein werde, macht es absolut nix.

Und das ist so wichtig. Die Reaktion anderer darf uns nicht negativ beeinflussen. Jedes Mal wenn ich eine negative / komische Reaktion anderer auf mich wahrnehme, denke ich: „Not my business“. Und so ist es. Was die anderen denken, ist deren Problem und nicht meins. Und das machst du jetzt auch so! Funktioniert wirklich!

Fazit der Vorlesung: Ich weiß jetzt wie es geht. Und: ich bin den Auslachern so dankbar, denn ich hab mich an eines erinnert: die können MIR gar nix! Und über diese Gewissheit habe ich mich den ganzen Tag gefreut!

Merke: Was andere denken, machen und wie sie auf dich reagieren, ist nicht dein Problem. Es tangiert dich nicht! Und wenn mal jemand so offensichtlich negativ auf dich reagiert, dann freust du dich (weil du ja weißt, dass es dir nix ausmacht.) und wenn jemand positiv reagiert, dann freust du dich auch! ;-) Niemals denkst du: "Was stimmt nicht mit mir, was ist mit mir nicht richtig bla bla". Neeee, das machen wir nicht! Ab jetzt denkst du: "Was ist mit DENEN falsch, dass sie so reagieren!" (Natürlich gibt es Situationen, in denen es an der Zeit ist, sein Verhalten zu reflektieren. Niemand macht immer alles richtig, man kann sich auch mal "scheiße" benehmen. Aber von diesen Situationen spreche ich hier nicht.)

Lasst es euch gut gehen :-)
Stephi

Dienstag, 26. Mai 2015

First Post. Oder: Das hätte ich vorher wissen müssen.

Ihr Lieben da draußen, 

Lange schon hege ich den Gedanken einen Blog zu schreiben. Ich rede gerne, schreibe viel, beschäftige mich mit den unterschiedlichsten Dingen und liebe es mit Menschen im Austausch zu sein. Also habe ich mir einen Namen überlegt. In meinen Gedanken ist der Blog schon "fertig". (Kann ein Blog fertig sein? Nein!). Was ich meine: Auf dem Blog befinden sich in meinem Gedanken mindestens 50 geschriebene Texte, unzählige qualitativ hochwertige Fotos und natürlich ganz viele Kommentare von lieben Lesern und Leserinnen. So weit so gut. 

Worüber habe ich nicht nachgedacht? Ja, genau! Darüber, dass man ja einen ersten Post schreiben muss. Ohne einen ersten Post, kein Blog. Mhh. Jetzt sagt ihr: "Das ist doch logisch und das weiß man vorher, wenn man sowas machen möchte!". Normalerweise schon. Die meisten Alle Menschen, die ich kenne, hätten es vorher gewusst. Ich wusste es nicht. Oder ich habe einfach keinen Gedanken daran verschwendet. Und so ist das bei mir immer.

Ich lasse mich für alles begeistern. Ich sprühe vor Ideen und wenn es drauf ankommt laufe ich vor Motivation und Energie über. Das Problem: Meistens hält das nicht lange an. Das liegt daran, dass ich "nur" von dem Endprodukt bzw. dem Ziel absolut begeistert bin. Was die Umsetzung dieses Ziels aber in der Realität bedeutet? Das ist mir egal - ich denke darüber nicht nach. Hier mal ein Beispiel: 

Bei einer Körpergröße von 167cm wiege ich sage und schreibe 70kg. Meiner Meinung nach sind das 12kg zu viel. Ich würde wirklich gerne, sehr gerne 58kg wiegen. Dann wäre ich schlank und könnte alle meinen alten Kleidungsstücke wieder tragen. Ich würde mich einfach besser fühlen. Und: Ich möchte einmal in meinem Leben im Bikini richtig gut aussehen! Ich träume von einem schönen schwarzen Bandeau-Bikini an einem schlanken, straffen Körper. Dazu trage ich meine Flieger-Sonnenbrille und mein Haar weht im Wind. Im Hintergrund: leise, sanfte House-Beats. Hört sich doch gut an, oder? 
Das habe ich mir auch gedacht und so habe ich mich kurzerhand für ein Abnehmprogramm angemeldet. Das Programm beinhaltet neben einem strikten Ernährungsplan noch ein Sportprogramm, das es in sich hat. Der Vorteil: Innerhalb kürzester Zeit (so circa 3 Monate) erreicht man (bei meinem Ausgangsgewicht) seine Wunschfigur. Der Nachteil: Der Spaß kostet Geld. Nicht wenig Geld. Aber das war mir egal und ich habe mich angemeldet, meine Traumfigur fest vor Augen. 
Was ist also aus dem Abnehmprogramm geworden? Ich habe zwei Tage durchgehalten und hatte dann keine Lust mehr. Keine Lust mehr "Hunger" zu haben, keine Lust beim Sport zu schwitzen. Jetzt werde wirklich alle von euch sagen: "Häh? Das wusste sie doch vorher schon, als sie sich für das Programm angemeldet hat?!". Ja, Ich hätte es wissen müssen. Vielleicht wusste ich es auch, aber wollte es nicht wahrhaben und habe mir gedacht "Vielleicht kann man ja doch irgendwie abnehmen, ohne Ernährungsumstellung und Sport???" ;-) Ich verrate euch ein Geheimnis aber bitte nicht weitersagen: Ohne Ernährungsumstellung und Sport nimmt man nicht ab! Wissenschaftlich erwiesen durch Experiment an mir selbst! 

Was will ich euch jetzt damit sagen? Zum einen finde ich es wichtig groß zu träumen. Große Ziele zu haben, für die man etwas mehr braucht als Motivation und Durchhaltevermögen. Für die man vielleicht Gott braucht. Oder das Universum. Nennt es wie ihr wollt. 
Ein bisschen "Naivität" (von der ich wohl zu viel habe) kann auch nicht schaden. Denn: Wäre ich so richtig realistisch bis pessimistisch hätte ich ja nie etwas erreicht oder bekommen und wäre niemals überrascht worden!

Mein Vorhaben für die Zukunft wird sein: Weiterhin groß träumen! Naivität (ja okay, nennen wir es Dummheit) etwas zurückschrauben! ;-)


So, geschafft! Das war mein erster Post. War eigentlich gar nicht so schwer! (Seht ihr: Wenn ich nicht so naiv wäre und mir vorher 100000 Gedanken darüber machen würde, ob ich es schaffen kann, die nötigen Fähigkeiten habe bla bla bla, dann hätte ich es wahrscheinlich gar nicht erst gemacht!) 

Macht es gut und bis zum nächsten Post :-)
Stephi

PS: Jetzt habe ich mich bei WeightWatchers angemeldet. Also für diese Online Version. Mit 16€ pro Monat finde ich geht das klar. Ich bin heute beim dritten Tag und bisher läuft es gut ;-) Ich werde euch diesbezüglich auf dem Laufenden halten und freue mich über eure Erfahrungsberichte in den Kommentaren.